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		<title>Attac Privatisierung Nachrichten</title>
		<link>http://www.ppp-irrweg.de/</link>
		<description>Nachrichten von Attac Privatisierung</description>
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			<title>Attac Privatisierung Nachrichten</title>
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			<description>Nachrichten von Attac Privatisierung</description>
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		<lastBuildDate>Mon, 25 Oct 2010 19:00:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Hamburger gegen Privatisierung</title>
			<link>http://ppp-irrweg.de/index.php?id=1687&#38;tx_ttnews%5Byear%5D=2010&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=08&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=19&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4227</link>
			<description>Hamburger Volksinitiative „Die Stadt gehört uns – keine Privatisierung gegen den Bürgerwillen“ hat am heute 13.836 Unterschriften im Rathaus übergeben</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das ging ruckzuck! Nach gut drei Wochen hat die Initiative „Die Stadt gehört uns – Keine Privatisierung gegen den Bürgerwillen“ deutlich mehr als die notwendige Zahl der Unterschriften zur Einleitung eines Volksbegehrens&nbsp; gesammelt.
Am 19. August um 11 Uhr konnten die Unterschriften an Vertreter der Senatskanzlei übergeben werden. 13.836 Bürgerinnen und Bürger unterschrieben die Volksinitiative und unterstützten damit die Idee, per Volksentscheid die Politiker zu verpflichten, vor einem Verkauf städtischen Besitzes das Volk zu befragen.
Volksbegehren mit Unterschriftenliste unter <link http://hamburg.verdi.de/docs/kampagnen/data/100714_Eintragungsliste_Volksinitiative_Antiprivatisierung.pdf>http://hamburg.verdi.de/docs/kampagnen/data/100714_Eintragungsliste_Volksinitiative_Antiprivatisierung.pdf</link> 
mehr Informationen dazu --&gt; <link http://hamburg.verdi.de>http://hamburg.verdi.de</link>]]></content:encoded>
			<category>AG Privatisierung</category>
			
			<author>info@ppp-irrweg.de</author>
			<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 22:19:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>WISO vom ZDF: Kostet privater Autobahnausbau zu viel?</title>
			<link>http://ppp-irrweg.de/index.php?id=1687&#38;tx_ttnews%5Byear%5D=2010&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=08&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=09&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4210</link>
			<description>Die kostspieligsten PPP-Projekte finden auf Bundesebene beim Neubau bzw. der Erweiterung von derzeit 4 Autobahnstücken statt. In diesem Beitrag von WISO wird besonders auf die tödlichen Gefahren beim Ausbau der A1 zwischen Hamburg und Bremen und die erwarteten Steuerausfälle eingegangen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Ausbau von Autobahnen wird immer häufiger an private Firmen  vergeben, um Kosten zu sparen. Doch geht diese Rechnung auf? Der  Bundesrechnungshof bezweifelt das nun. <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1109632" target="_blank" onclick="return  Frontend.togglePlay('eplayer_2','http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1109632');" title="Kostet privater Autobahnausbau zu viel? (Video hier starten)">[Video starten]</a>]]></content:encoded>
			<category>AG Privatisierung</category>
			
			<author>info@ppp-irrweg.de</author>
			<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 22:34:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bahn frei für Betonkonzerne. Bauen private Unternehmen neue Straßen und Autobahnen, kann es für den Staat teuer werden.</title>
			<link>http://ppp-irrweg.de/index.php?id=1687&#38;tx_ttnews%5Byear%5D=2010&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=08&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=09&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4209</link>
			<description>Auszug: 'Ob der Staat ein gutes Geschäft macht, bezweifeln viele. Womöglich macht er ein sehr schlechtes Geschäft. Prüfen können das nur wenige. Toni Hofreiter ist einer von ihnen. Der Grünen-Abgeordnete musste Jahre kämpfen, um die Verträge des Bundes mit den Baukonzernen einsehen zu dürfen – in der Geheimschutzstelle des Bundestages. Wegen des Wettbewerbs seien die Daten sensibel, heißt es, Hofreiter darf daher niemandem erzählen, was in den Verträgen steht und wie die Firmen kalkulieren. Nur so viel: „Mein Verdacht, dass der Staat dabei schlecht wegkommt, hat sich erhärtet“, sagt er. Und regt sich über die Geheimniskrämerei auf. „Das ist schlicht undemokratisch.“'</description>
			<content:encoded><![CDATA[Berlin - Autobahnen bauen kann so einfach sein. Man muss nur die  richtigen Leute machen lassen. Auf der A 4 bei Eisenach in Thüringen  haben sie einen Abschnitt neu gebaut – ein Jahr schneller als geplant.  Den Ausbau der A 8 zwischen Augsburg und München von vier auf sechs  Spuren werden sie wohl in vier statt wie üblich in acht Jahren  hinbekommen, mit neuer Fahrbahndecke, Lärmschutzwänden, Parkplätzen und  allem Pipapo. Ständig sind die Lastwagen unterwegs, auf den Baustellen  ist immer etwas los. Tagelang herumstehende Bagger gebe es bei ihnen  nicht, sagen die Planer.
 Es gilt, etwas zu beweisen: Die Firmen  wollen zeigen, dass sie besser bauen können als der Staat. Erstmals  lässt der Bund vier Autobahnabschnitte im Rahmen einer  öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) bauen, acht weitere sind in  Planung. Die Unternehmen bauen die Strecken, betreiben sie 30 Jahre lang  und kassieren dafür die Einnahmen aus der Lkw-Maut. Davon, so die Idee,  haben alle etwas: Der klamme Fiskus lässt Private für den Bau zahlen.  Die streichen pro Projekt bis zu 13 Prozent Rendite ein. Zugleich kann  Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Bürger mit neuen Straßen  beglücken. „Ich möchte hier eine verstärkte Nutzung“, hat er als Maxime  ausgegeben.
  Allein: Ob der Staat ein gutes Geschäft macht, bezweifeln viele.  Womöglich macht er ein sehr schlechtes Geschäft. Prüfen können das nur  wenige. Toni Hofreiter ist einer von ihnen. Der Grünen-Abgeordnete  musste Jahre kämpfen, um die Verträge des Bundes mit den Baukonzernen  einsehen zu dürfen – in der Geheimschutzstelle des Bundestages. Wegen  des Wettbewerbs seien die Daten sensibel, heißt es, Hofreiter darf daher  niemandem erzählen, was in den Verträgen steht und wie die Firmen  kalkulieren. Nur so viel: „Mein Verdacht, dass der Staat dabei schlecht  wegkommt, hat sich erhärtet“, sagt er. Und regt sich über die  Geheimniskrämerei auf. „Das ist schlicht undemokratisch.“
 Gelesen  hat die Verträge Dieter Engels. Er ist Präsident des  Bundesrechnungshofes und hat ein Gutachten über die Wirtschaftlichkeit  der ÖPP-Projekte geschrieben. Es fällt vernichtend aus: Er habe  „grundsätzlich Zweifel“, ob mit den Modellen „wirtschaftliche Vorteile  erreicht werden können“. Vor allem wegen des doppelten Risikos für den  Staat durch das auf 30 Jahre schwer vorherzusagende Verkehrsaufkommen:  Entwickelt es sich so, wie der Staat annimmt, droht den Baufirmen die  Pleite, die Mauteinnahmen blieben dann unter ihren Kosten. Entwickelt es  sich gemäß ihren Annahmen, entgehen dem Staat Milliarden – denn jeder  zusätzliche Lkw bringt zusätzliches Geld.
 Probleme haben  ÖPP-Freunde auch, weil selbst die Privaten beim Straßenbau mitunter  Fehler machen. Auf einem Teilstück der A 1 zwischen Bremen und Hamburg,  das derzeit privat erneuert wird, zerbröselte im Frühjahr die gerade  erst aufgetragene Fahrbahndecke. Überdies gilt die 75 Kilometer lange  Strecke mit sechs Baustellen als Unfallschwerpunkt: Die provisorischen  Fahrstreifen waren zu eng bemessen, es krachte reihenweise. Jetzt  bessern die Bauleute nach – doch das Image ist ramponiert. „Die A 1 ist  das Negativbeispiel für ÖPP“, sagt einer aus der Branche. „Das wirft uns  weit zurück.“
Von Carsten Brönstrup
<link http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bahn-frei-fuer-betonkonzerne-/1899438.html>http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/bahn-frei-fuer-betonkonzerne-/1899438.html</link> ]]></content:encoded>
			<category>AG Privatisierung</category>
			
			<author>info@ppp-irrweg.de</author>
			<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 18:25:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>politik.de-Blog</title>
			<link>http://ppp-irrweg.de/index.php?id=1687&#38;tx_ttnews%5Byear%5D=2010&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=08&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=07&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4208</link>
			<description>Diese Woche in der Blogschau von politik.de: Public Private Partnership-Programme auf dem Prüfstein: Entlastung der öffentlichen Kassen oder Selbstbedienungsladen für Unternehmer? 
Die Nachdenkseiten widmen sich einem Phänomen, das in Deutschland schon so alltäglich geworden ist, dass man sich schon gar nicht mehr darüber aufregt: Der Verschmelzung von öffentlichen Geldern und privatem Unternehmertum. „Public Private Partnership“ nennt sich das. PPP galt einst als „vermeintliches Heilmittel gegen die Staatsverschuldung“.</description>
			<content:encoded><![CDATA[„<i>Doch mehr und mehr erweisen sich die Versprechen als leer, ja  sogar als Täuschung. So stand beispielsweise die Einführung einer  Straßenmaut Toll-Collect-Projekts, PPP als Synonym für Pleiten, Pech und  Pannen.“</i>
PPP-Projekten haftet das neoliberale Dogma des Gewinns durch  Privatisierung an. Mit dem Ziel, die öffentlichen Haushalte zu entlasten  wurden mittlerweile über 150 PPP-Projekte in Deutschland gestartet. Der  Haken dabei sei „<i>vor allem auch die Tatsache, dass alle diese  Verträge geheim seien. Selbst die Kommunalaufsicht, die als  Aufsichtsbehörde das Vertragswerk genehmige, könne nicht zweifelsfrei  sicher sein, ob ihr alle Unterlagen und Informationen zugeleitet worden  seien. Als Begründung werde immer das Geschäfts- und Betriebsgeheimnis  der beteiligten Unternehmen (des Konsortiums oder der Zweckgesellschaft,  das den PPP Auftrag übernimmt) angeführt.“</i>
Doch die Erfahrung zeige, so der Blog, „<i>dass PPP/ÖPP-Modelle oftmals keineswegs günstiger sind als konventionelle Modelle.</i>“
<br />Der ganze Text unter: <link http://blog.politik.de/archiv/allgemein/minderheitsregierungen-eine-chance-fuer-die-demokratie/2794/>http://blog.politik.de/archiv/allgemein/minderheitsregierungen-eine-chance-fuer-die-demokratie/2794/</link>
Artikel zu PPP in <link http://www.nachdenkseiten.de/?p=6144>Nachdenkseiten</link>]]></content:encoded>
			<category>AG Privatisierung</category>
			
			<author>info@ppp-irrweg.de</author>
			<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 13:36:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>»Wir sind prinzipiell gegen ›Public Private Partnership‹«</title>
			<link>http://ppp-irrweg.de/index.php?id=1687&#38;tx_ttnews%5Byear%5D=2010&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=08&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=03&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4176</link>
			<description>Wiesbaden: Bürgerinitiative verhindert Millionenverschwendung der Stadt durch Sporthallenbau. Ein Gespräch mit Peter Silbereisen.
Die Wiesbadener Stadtregierung, eine Koalition von CDU, FDP und Grünen, hatte geplant, am Platz der Deutschen Einheit eine bundesligataugliche Sporthalle als PPP-Projekt, also in »Public Private Partnership« von einem Investor bauen zu lassen. Mit einem Bürgerbegehren, für das die Unterschriftensammlung gerade erst begonnen hatte, konnten Sie abwenden, daß die Stadt eine Mietverpflichtung von 30 Jahren eingeht und den Etat mit 100 Millionen Euro belastet. Wie kam es zu diesem Erfolg?</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es ist noch nicht sicher, ob das Vorhaben jetzt endgültig abgeblasen ist. Aber unser außerparlamentarischer Druck mit dem eingeleiteten Bürgerbegehren hat dazu geführt, daß zunächst von einem Projekt öffentlicher und privater Partnerschaft keine Rede mehr ist – selbst CDU und FDP thematisieren das aktuell nicht mehr. Die Stadtverordnetenversammlung hat Ende vergangener Woche den Magistrat beauftragt, andere Möglichkeiten zu prüfen, statt den Investor pompöse Gebäude am Platz der Einheit bauen zu lassen, um dann einen langen Zeitraum Miete an ihn zu zahlen: Entweder wird eine Schul- und Vereinssporthalle am Platz der Einheit gebaut oder eine Schulhalle dort und die Vereinshalle an einem anderen Ort – jedoch nicht mehr als PPP-Projekt. Dafür haben sich Die Linke Liste, die Bürgerliste und schließlich auch SPD und Grüne ausgesprochen.
<b><i>Wie haben Sie das erreicht?<br /></i></b>
Wir haben Flugblätter verteilt, Öffentlichkeitsarbeit gemacht, erste Unterschriften gesammelt. Als Die Grünen uns im Vorfeld der Stadtverordnetenversammlung gefragt haben, ob wir das Bürgerbegehren aufrechterhalten, haben wir bekräftigt, nicht lockerzulassen. Wir sind prinzipiell gegen Public-Private-Partnership: Am Ende zahlen die Kommunen drauf, der Investor profitiert. Wir hatten den Eindruck, hier soll ein Unternehmen gesponsert werden, obwohl es erheblich billiger ist, wenn die Stadt selber baut. Wir haben deutlichgemacht, daß unser Oberbürgermeister, gleichzeitig Kämmerer der Stadt Wiesbaden, Helmut Müller – 2009 mit einem Innovationspreis für PPP ausgezeichnet – ein absoluter Verfechter dieser Finanzierungsform ist. Müller hat stets seinen ausgeglichenen Haushalt präsentiert. Über 30 Jahre gestreckte Mietzahlungen belasten den nur kurzfristig – deutlich weniger als ein Kommunalkredit. Mieten zählen nicht als Schulden. Ein Politiker denkt eben gern begrenzt für seine Wahlperiodenzeit. Ein Problem bleibt freilich bei jeder Variante auf dem Platz der Einheit: Das Risiko des sumpfigen Untergrunds ist nicht einkalkuliert, was die Kosten in die Höhe treiben könnte.
<b><i>Ein Investor für das PPP-Projekt stand schon vor der Tür?<br /></i></b>
Und was für einer. Die Unternehmensgruppe Max Bögl wurde im Jahr 2007 schon einschlägig wegen Korruption verurteilt. Leitende Angestellte des Sengenthaler Unternehmens waren beschuldigt, sich von 2002 bis 2005 mit Schmiergeldzahlungen ein erhebliches Auftragsvolumen des Möbelkonzerns Ikea gesichert zu haben. Bögl argumentiert, ein Erneuerungsprozeß habe stattgefunden, die verantwortlichen Mitarbeiter seien entlassen und neue eingestellt worden – aber einen seriösen Ruf hat die Firma nicht.
<b><i>Warum muß überhaupt eine »bundesligataugliche« Halle gebaut werden?<br /></i></b>
Die Bundesligadamen des Volleyballklubs »VCW Wiesbaden« können in der Halle, die sie derzeit nutzen, nicht weitertrainieren, weil die Decken nicht hoch genug sind. Die hessische Landeshauptstadt möchte gern Sportstadt sein, ist scharf auf Prestigeobjekte. Dabei haben wir gerade den Bau eines Stadions für den Fußballverein SV Wehen kräftig unterstützt – obwohl der Bund der Steuerzahler sagt, daß der Einsatz von Steuergeldern für den Profisport nicht zulässig ist. Auch Die Linke hatte beantragt, keine Steuermittel dafür aufzuwenden. Beim Bürgerbegehren ging es nicht darum, ob die Halle überhaupt gebaut werden soll – auch wenn man das kritisieren kann. Das ist auf parlamentarischem Weg so beschlossen worden. Aber wir wollen zumindest, daß die Halle billiger wird.
<b><i>Wie wird es weitergehen?<br /></i></b>
Durch unsere Initiative ist das nun ein Aufregerthema. Viele sind sauer: »Ich zahle Steuern – und was macht ihr damit?« Diese Empörung nutzen wir, um mögliches weiteres Beharren von CDU und FDP auf ihrem ursprünglichen Konzept zu verhindern, bis das Vergabeverfahren am 15. September abgeschlossen ist.
<h5>Interview Gitta Düperthal</h5>
<h5>Peter Silbereisen ist Schauspieler und Vertrauensperson des  Wiesbadener Bürgerbegehrens »Kein teures Public Private Partnership  (PPP)-Projekt am Platz der Deutschen Einheit«</h5>
<link http://www.jungewelt.de/2010/07-26/015.php>http://www.jungewelt.de/2010/07-26/015.php</link> ]]></content:encoded>
			<category>AG Privatisierung</category>
			
			<author>info@ppp-irrweg.de</author>
			<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 12:04:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Platz der deutschen Einheit: SPD und Grüne lehnen Finanzierungsmodell ab</title>
			<link>http://ppp-irrweg.de/index.php?id=1687&#38;tx_ttnews%5Byear%5D=2010&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=07&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=23&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4151</link>
			<description>Als die Sondersitzung der Sadtverordneten am Donnerstagabend kurz nach 18 Uhr begann, schien alles klar zu sein: Die seit Jahren vorangetriebene Planung für den Platz der deutschen Einheit wird so nicht kommen, stattdessen eine stark abgespeckte Variante, nur eine Sporthalle nämlich. SPD und Grüne hatten sich kurz vor der Sitzung darauf verständigt, auch Linke Liste sowie Bürgerliste Wiesbaden (BLW) hatten geliebäugelt mit dem Vorschlag. Er bedeutete das Aus für den Entwurf, der in einem Architektenwettbewerb als Sieger hervorgegangen war,</description>
			<content:encoded><![CDATA[und der neben der Sporthalle auch den Bau einer Tiefgarage und eines  Geschäftshaus umfasst. Bauen, instandhalten und betreiben wollte all das  die Unternehmensgruppe Max Bögl, die zumindest die Halle der Stadt 30  Jahre lang vermieten wollte für zweieinhalb Millionen Euro im Jahr plus  500.000 Euro für die Bewirtschaftung.
 Ein städtbauliches Gesamtpaket sollte das alles sein, um das benachbarte  Quartier aufzuwerten: Dafür hatte Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU)  immer wieder gestritten. Am Donnerstag hat er es wenigstens geschafft,  dass dieser Entwurf noch eine Galgenfrist bekommt. Überraschend wohl  selbst für seine Partei hat er nach gut einer Stunde, um 19.18 Uhr,  darum gebeten, die neue Mehrheit im Parlament möge – wenn schon nicht  dem Finanzierungsmodell – so doch dem Architektenentwurf eine letzte  Chance geben. „Um wenigstens das Modell zu retten“.
 <b> An Mietkonditionen gestört </b>
 Schließlich hatten sich SPD und Grüne, aber auch Linke Liste und BLW vor  allem an den Mietkonditionen gestört, an der Höhe der Zahlung und den  Vertragswerken, die nur wenige Eingeweihte kennen. Der  Architektenentwurf selbst war hingegen nur bei der BLW, bei Michael von  Poser, auf Widerstand gestoßen. Er hat ihn auch am Donnerstag wieder als  „scheußlich“ bezeichnet. 
 Anderthalb Stunden lang hatten die Fraktionen beraten: Gegen 20.50 Uhr  stand die Einigung. Nun wird Oberbürgermeister Helmut Müller bis Mitte  September Gelegenheit haben zu prüfen, ob Max Bögl den  Architektenentwurf baut, die Gebäude danach aber nicht – wie geplant –  vermietet, sie vielmehr verkauft an die Stadt. Nur BLW, Linke Liste und  Republikaner stimmten gegen diese letzte Chance.
 <b> Jugendverkehrsschule soll abgerissen werden </b>
 Beschlossen wurde ferner ein wichtiges Signal an die Volleyball-Liga:  Die Jugendverkehrsschule soll abgerissen werden, um den Platz baureif zu  machen für den Bau der Sporthalle. Achim Exner, Manager des  Volleyballclubs Wiesbaden, hofft, so die Bundesliaglizenz seines Vereins  sichern zu können.
 Beschlossen wurde noch mehr: Wenn der Kauf der neu geplanten Immobilien  nicht möglich sein sollte, dann wird das Bieterverfahren, in dem Max  Bögl das günstigste Angebot abgegeben hatte, am 15. September  aufgehoben. So wird der Magistrat auch aufgefordert, bis Oktober dieses  Jahres einen Kosten- und Zeitplan vorzulegen, um eine Schul- und  Vereinshalle auf dem Platz der deutschen Einheit zu bauen – nicht aber  das Geschäftshaus und die Tiefgarage. Wahlweise soll eine reine  Schulsporthalle entstehen, um sie herum ein neu gestalteter Platz –  während die bundesligataugliche Sporthalle an einem anderen Ort  entstehen soll. 
 „Es ist ein Versuch, den Architektenentwurf zu retten, und gleichzeitig  ein völlig anderes, wirtschaftliches Modell“, so der Oberbürgermeister  zur neuen Beschlusslage. „Ein kleiner Funken Hoffnung“, ergänzte  Hans-Martin Kessler, planungspolitischer Sprecher der CDU. Er wisse  allerdings nicht, ob diese Lösung überhaupt zu realisieren ist. Denn:  Sie könnte an vergaberechtlichen Problemen scheitern. Die Lösung wäre  allerdings nicht weit von dem entfernt, was die SPD immer schon  gefordert hatte. Deren Fraktionsvorsitzender Axel Imholz wollte nie,  dass die Stadt die Sporthalle mietet. Die Stadt müsse sie kaufen, wenn  nicht sogar selbst bauen, so sein Credo. Gestern urteilte er wohlwollend  über die Galgenfrist, die das Parlament Oberbürgermeister Helmut Müller  eingeräumt hat: „Den Versuch ist es wert“.
 <b> Unerwartete Kosten </b>
 Keine Rolle spielte am Donnerstag mehr die Magistratsvorlage, mit der  Max Bögl der Zuschlag für Bau, Finanzierung und Vermietung der Gebäude  am Platz der deutschen Einheit erteilt werden sollte. Maßgeblich  bewerkstelligt hatten das ausgerechnet die Grünen, Koalitionspartner der  CDU, vor allem aber eine Partei, die den Planungen und auch dem  Finanzierungsmodell lange Zeit zugestimmt hatte. Fraktionsvorsitzende  Tilli Reinhardt versuchte gestern nochmals verständlich zu machen, warum  die Grünen vor der Entscheidung zurückgeschreckt waren. „Die  Finanzierungsvorlage war für uns eine Überraschung“. Die Kosten hätten,  so Reinhardt, nicht dem entsprochen, „was wir erwartet haben“.
<i>Von Christoph Cuntz</i>
<link http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/9176167.htm>http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/9176167.htm</link> ]]></content:encoded>
			<category>AG Privatisierung</category>
			
			<author>info@ppp-irrweg.de</author>
			<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 15:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Am Ende ist es doppelt so teuer</title>
			<link>http://ppp-irrweg.de/index.php?id=1687&#38;tx_ttnews%5Byear%5D=2010&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=07&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=22&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4147</link>
			<description>Interview zu PPP-Projekten.
Herr Rügemer, ist Ihnen der geplante Bau einer Sporthalle in Wiesbaden durch den privaten Investor Max Bögl bekannt?
Ja, ich habe einige Unterlagen gesehen. Aber die geheimen Vertragstexte kenne ich genauso wenig wie die Stadtverordneten. Trotzdem warne ich die Wiesbadener vor dem Deal.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<i>Aber wenn Sie die Verträge nicht kennen, wie können Sie da warnen?</i>
Ich habe schon viele PPP-Projekte untersucht, wie etwa das Bildungszentrum Ostend in Frankfurt. Und bislang gilt: Am Ende wird es für die öffentliche Hand doppelt so teuer.
<i>Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) sagt, alle Risiken lägen beim  Investor, die Stadt zahle lediglich für Miete und Betrieb drei Millionen  Euro im Jahr...</i><br /><br /> In der Praxis läuft das aber anders. Das fängt damit an, dass der  Investor üblicherweise seine Mietforderungen an eine Bank verkauft. Eine  Bank aber macht einen solchen Forderungskauf nur, wenn die Stadt einen  sogenannten Einredeverzicht erklärt.<br /><br /><i>Was ist das?</i><br /><br /> Das bedeutet, dass die Stadt die Miete nicht an den Investor zahlt,  sondern an die Bank. Dabei verpflichtet sie sich, immer pünktlich die  volle Miete zu zahlen, egal, ob der Investor mangelhaft arbeitet oder  gar pleitegeht.<br /><br /><i>OB Müller sagt, bei schlechten Leistungen des  Investors könne die Miete gekürzt werden.</i><br /><br /> Um diese Behauptung zu prüfen, müsste man die Verträge kennen. Aber die  sind ja geheim.<br /><br /><i>Eine so große Baufirma wie Bögl wird aber doch  nicht von heute auf morgen pleitegehen.</i><br /><br /> Nein, Bögl wird vermutlich nicht so leicht pleitegehen, das stimmt. Aber  Bögl wird eigens für den Hallenbau in Wiesbaden eine  Projektgesellschaft gründen. Und diese, nennen wir sie &quot;Sporthalle Platz  der deutschen Einheit GmbH&quot;, muss Bögl nur mit einem  Mindesthaftungskapital von 25 000 Euro ausstatten.<br /><br /><i>Was  bedeutet das?</i><br /><br /> Wenn die Stadt sich weigert, eine höhere Miete zu zahlen, weil der  Investor höhere Baukosten oder Betriebskosten geltend macht, dann könnte  dieser die Projekt-GmbH pleitegehen lassen. Und das wiederum bedeutet,  dass die Stadt deren sämtliche Schulden wie Baukredite übernehmen  müsste.<br /><br /><i>Also zahlt die Stadt dann lieber doch die höhere  Miete?</i><br /><br /> Genau. So eine Projekt-GmbH birgt viel Erpressungspotenzial. Und  Nachforderungen gehören ebenfalls zu meinen Erfahrungen mit  PPP-Projekten, weil Investoren möglichst niedrige Angebote machen.<br /><br /><i>Aber  Bögl verpflichtet sich laut OB Müller, die Halle 30 Jahre lang tipptopp  in Schuss zu halten. Das ist doch von Vorteil?</i><br /><br /> Normalerweise verpflichtet sich der Investor, den Ist-Zustand der  Immobilie zu erhalten. Aber muss er die Technik auf dem neusten Stand  halten? Der Knackpunkt sind aber die Vandalismus-Schäden, die in der  Regel die Stadt bezahlen muss.<br /><br /><i>Das klingt doch vernünftig...</i><br /><br /> Schon, aber leider deklarieren Investoren bereits Schuhabdrücke an einer  Schulwand als Vandalismusschäden, wie gerade im Bildungszentrum Ostend.<br /><br /><i>Warum  klagt die Stadt nicht? </i><br /><br /> PPP-Verträge sehen bei solchen Streitigkeiten nur ein Schiedsgericht  vor. In der Regel einigen sich die Parteien auf einen Vergleich.
Interview: Gaby Buschinger
<link http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/wiesbaden/2872156_Interview-zu-PPP-Projekten-Am-Ende-ist-es-doppelt-so-teuer.html>http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/wiesbaden/2872156_Interview-zu-PPP-Projekten-Am-Ende-ist-es-doppelt-so-teuer.html</link>

Weitere Artikel zum&nbsp;Thema:
<h4 class="dz">Platz der Deutschen Einheit. Grüne  und SPD in der Zwickmühle</h4>
<div id="absatz1"><b>Wiesbaden, 21.07.2010.</b> Im Stadtparlament zeichnet sich ab, dass die Baufirma  Max Bögl heute abend mit dem Bau der Großsporthalle samt Bürokomplex auf  dem Platz der deutschen Einheit beauftragt wird. In der gemeinsamen  Sondersitzung von Bau- und Finanzausschuss am Dienstagabend bekam die  wegen des privaten Finanzierungsmodells heiß umstrittene Auftragsvergabe  an Bögl nach zweieinhalbstündiger Diskussion dank CDU und FDP eine  Mehrheit. SPD und Grüne enthielten sich.</div>
Vermutlich werden sich SPD und Grüne auch bei der entscheidenden  Plenar-Sondersitzung des Stadtparlaments (18 Uhr, Rathaus) enthalten -  trotz ihrer Bedenken, dass die Stadt angesichts der Hallen-Mietdauer von  30 Jahren rund 30 bis 40 Millionen Euro mehr als nötig bezahle.  Festlegen wollten sich beide Fraktionschefs noch nicht, da  Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) noch vor der Sondersitzung mit  Bögl klären soll, ob die Stadt die Halle nach Fertigstellung kaufen  statt mieten könne. Rechtsanwalt Kai-Uwe Schneevogel aus Frankfurt  deutete bereits an, dass ein Vergabeverfahren kurz vor dem Abschluss  nicht mehr geändert werden könne. Sonst werde Schadenersatz in  Millionenhöhe fällig.
Eine Enthaltung ist aber eine verkappte Zustimmung. Denn: Im  Stadtparlament reicht für das PPP-Projekt dann die einfache Mehrheit,  die CDU und FDP hätten. Nur wenn sich SPD und Grüne zu einem klaren Nein  durchringen, würden sie das Verfahren zusammen mit Linker Liste und  Bürgerliste noch kippen können.<br /><br /> Das ist aber unwahrscheinlich, da bis auf die Bürgerliste alle  Fraktionen die Sporthalle auf dem Platz der deutschen Einheit wollen.  Ein neues Vergabeverfahren würde Jahre dauern, der Platz bliebe schäbig  und die Volleyballerinnen sowie die Elly-Heuß-Schüler hätten immer noch  keine Halle. SPD und Grüne sitzen daher in der Zwickmühle. (byb)
<link http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/wiesbaden/2872370_Platz-der-Deutschen-Einheit-Gruene-und-SPD-in-der-Zwickmuehle.html>http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/wiesbaden/2872370_Platz-der-Deutschen-Einheit-Gruene-und-SPD-in-der-Zwickmuehle.html</link>
<h4 class="hz">SPD lehnt Mietvertrag für Sporthalle ab</h4>
<div id="absatz1"><b>Wiesbaden, 21.07.2010.</b> Die SPD-Rathausfraktion will zwar auch, dass ein  privater Investor auf dem Platz der deutschen Einheit die Großsporthalle  samt Bürokomplex baut. Aber die Stadt solle die Sporthalle nicht 30  Jahre lang mieten, sondern nach Fertigstellung zu den Herstellungskosten  kaufen. Das komme die Stadt günstiger, sind sich die Sozialdemokraten  sicher. Auch solle das Grundstück nicht für drei Millionen Euro verkauft  werden, sondern im Besitz der Stadt bleiben. Und die Bewirtschaftung  solle erst später vergeben werden. Diese Vorschläge hat die  SPD-Opposition am Dienstagabend in der gemeinsamen Sitzung des Bau- und  des Finanzausschusses zur Abstimmung gestellt. Das Ergebnis lag aber bei  Redaktionsschluss noch nicht vor.</div>
Der Bieter - die bayerische Baufirma Max Bögl - will die Sporthalle  bauen, die Stadt soll dafür dann 30 Jahre lang drei Millionen Euro Miete  und Bewirtschaftung zahlen. Das macht nach FR-Berechnungen inklusive  der vertraglich vereinbarten Mietsteigerungen knapp 100 Millionen Euro.  Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) hatte die Baukosten für die Halle  zuletzt mit &quot;mindestens 20 Millionen Euro&quot; angegeben und betont immer  wieder, der private Hallenbau sei für die Stadt günstiger.

Die Linke Liste hält das PPP-Projekt dagegen für eine &quot;gigantische  Verschleuderung städtischer Gelder an Private&quot;. Und moniert, dass  Müllers Aussagen nicht nachvollziehbar seien, weil die Verträge mit Bögl  geheimgehalten würden. Die Bürgerliste hat den Verwaltungsgerichtshof  in Kassel eingeschaltet.<br /><br /> Außerdem sind Linke Liste und Bürgerliste empört über die an den Tag  gelegte Eile. Erst nach Protesten der Oppositionsfraktionen sowie der  mit in der Regierung sitzenden Grünen verlängerte Müller den  Stadtverordneten die Bedenkzeit von zwei Tagen auf vier Wochen bis zum  22. Juli. Am Donnerstagabend (18 Uhr, Rathaus) soll das Parlament über  den Millionen-Deal entscheiden - in einer Sondersitzung während der  Sommerpause. (byb)
<link http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/wiesbaden/2868177_Platz-der-Deutschen-Einheit-SPD-lehnt-Mietvertrag-fuer-Sporthalle-ab.html>http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/wiesbaden/2868177_Platz-der-Deutschen-Einheit-SPD-lehnt-Mietvertrag-fuer-Sporthalle-ab.html</link> ]]></content:encoded>
			<category>AG Privatisierung</category>
			
			<author>info@ppp-irrweg.de</author>
			<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 13:50:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Stadt Köln will umstrittene Messehallen zurückkaufen</title>
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			<description>Wie von der NRhZ am 10. Juli in dem Bericht „Der größte Fall in Colonia Corrupta“ angekündigt, hat der Kölner Stadtrat in der vergangenen Nacht in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen, die Kölner Messehallen dem Esch-Oppenheim-Fonds abzukaufen, anstatt sie, wie vertraglich festgelegt, 30 Jahre lang für etwa 600 Millionen Euro zu mieten. Beschlossen wurde – weil,</description>
			<content:encoded><![CDATA[wie von der NRhZ berichtet, der Europäische Gerichtshof im Oktober 2009  entschieden hatte, dass die Vergabe des Bauauftrags an den privaten  Investment-Fonds ohne Ausschreibung rechtswidrig war – den Vertrag mit  dem Fonds nun wegen „Nichtigkeit“ außerordentlich zu kündigen und  Grundstücke und Gebäude dem Fonds „abzukaufen“. Der Fonds, in dem der  frühere Kölner Oberstadtdirektor Lothar Ruschmeier geschäftsführend  tätig ist, hat allerdings durchblicken lassen, dass er auf die durch die  Mieten zu erwartenden Gewinne nicht verzichten wolle. Die  Europäische  Kommission hat der Stadt allerdings eine Frist bis zum 3.August gesetzt,  um den rechtswidrigen Vertrag mit dem Fonds zu ändern. Sollte dies  nicht geschehen, drohen der Bundesrepublik Deutschland hohe  Strafzahlungen oder eine erneute Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.
Am Dienstag, 13. Juli, dürfte der Kölner Stadtrat unter OB Jürgen Roters  (SPD) in seiner letzten Sitzung vor den Ferien einen dreistelligen  Millionenbetrag in die Stadtkasse zurückzuholen beschließen, den sein Vorgänger unter Fritz Schramma (CDU) dem Esch-Oppenheim-Fonds für  den Bau der Kölner Messehallen Nord in den Rachen schmeißen wollte.  Möglich gemacht hat dies das Kölner CDU-Mitglied Prof. Dr. hc. Klaus  Feinen (70), der als Immobilienexperte das EuGH-Urteil zur Köln-Messe  angestoßen hatte, wegen dem nun der für die Kölner Steuerzahler so teure  Mietvertrag gekündigt werden soll. Die Fondseigner wollen laut  WDR-Lokalzeit vom Samstag allerdings die Kündigung verhindern. Hier ein  Interview mit Prof. Feinen. 
<i>Peter Kleinert: Herr Prof. Feinen, wenn Sie sich nicht vor über  &nbsp;4 Jahren bei der EU-Kommission über das rechtswidrige Zustandekommen  des Vertrages zwischen der Stadt Köln und dem Esch-Oppenheim-Fonds für  den Bau der Kölner Messehallen Nord beschwert hätten, stünde vermutlich  am Dienstag im Kölner Rat nicht auf der Tagesordnung, den Mietvertrag  mit dem Fonds für die Hallen außerordentlich zu kündigen und die  Mietzahlungen einzustellen. Wenn Sie anstelle von Kölns OB Jürgen Roters  wären, wie sähe Ihre Beschlussvorlage für die Ratsmitglieder aus?</i> &nbsp; 
Prof. Feinen: Eindeutige Erklärung der unwiderruflichen Nichtigkeit  des durch den EuGH als rechtswidriges Geschäft festgestellten  Mietvertrages zwischen der Stadt Köln und der Grundstücksgesellschaft  KölnMesse 15 bis 18 GbR (EschOppenheim-Fonds) und aufgrund dessen  Rückerwerb des bebauten Grundstücks gegen Zahlung eines aufgrund eines  unabhängigen Gutachters ermittelten Immobilienwertes bei  Berücksichtigung der Rückforderung der rechtswidrig geleisteten  Mietzahlungen. &nbsp; 
<i>PK: Wissen Sie eigentlich schon Näheres über das, was am  Dienstag im Rat zur Diskussion und Abstimmung in Sachen Messehallen  ansteht. Oder, wenn nicht: was sagen Sie zu dem, was der KStA dazu am 8.  Juli voraussagt? Danach will man sich ja auf Seiten der Stadt um einen  Vergleich bemühen, um einen langen Prozess zu vermeiden.</i> &nbsp; 
Prof. Feinen: Sicherlich auch aufgrund meiner zahlreichen e-Mails  an den Herrn Oberbürgermeister Roters und seinen „Ersatzkämmerer“ Dr.  Walter-Borjans und des von mir ausgelösten Drucks bei der Europäischen Kommission, „dem Verhandlungsschacher“ durch die Frist 3. August ein  Ende zu machen, weil man sonst in Brüssel als Prozessgewinner sein  Gesicht verlieren würde, wird dem Rat für die Sitzung am 13.7.  vorgeschlagen, dass die Stadt Köln die Nichtigkeit des Vertrages  gegenüber dem Fonds erklärt und ergänzend eine außerordentliche  Kündigung ausgesprochen wird. Dies hätte ich als amtierender OB schon am  30. Oktober 2009 so vorgeschlagen. Aber immerhin, das ist der richtige  Weg. &nbsp; &nbsp; 
<i>PK: Sie hatten Herrn Roters vor ein paar Wochen einen Brief  geschrieben, in dem Sie ihn daran erinnerten, ihm nach dem durch Ihre  Intervention bei der EU-Kommission zustande gekommenen Urteil des EuGH  Ihre Unterstützung angeboten zu haben, damit die Stadt aus der  Miseredieses kriminellen Köln-Messe-Geschäftsmöglichst ohne  Millionen-Verluste heraus kommen könne. Herr Roters hat aber bis heute  auf dieses Angebot nicht reagiert. Wie erklären Sie sich das? Er müsste  Ihnen doch eigentlich für Ihr Engagement dankbar sein.</i> &nbsp; 
Prof. Feinen: Ich habe endlich vor 3 Wochen von&nbsp;Ersatzkämmerer Dr.  Walter-Borjans eine Eingangsbestätigung schriftlich erhalten, wo er aber  noch die Meinung vertreten hat, dass meine Folgerung, dass der  Mietvertrag „Null und Nichtig“ sei, unzutreffend sei. Er versicherte  dann, „dass die Stadt Köln alles in ihrer Macht stehende tun wird, um  Schaden von der Stadt Köln fernzuhalten.“ Auf mein kostenloses  Beratungs-Gesprächsangebot ging er nicht ein. Aber immerhin, unser  wahrscheinlicher neuer Landeswirtschaftsminister scheint - nachdem  Brüssel ihm ja auch Beine gemacht hatte - auch gelernt zu haben, denn in  der von ihm sicherlich mit formulierten Ratsvorlage, siehe vor, findet  sich ja meine Rechtsauffassung erfreulicherweise im wesentlichen  &nbsp;wieder. &nbsp; 
<i>PK: Jürgen Roters war ja zu der Zeit, als der 360  Millionen-Deal zwischen Stadt und Esch-Oppenheim-Fonds unter seinem  Vorgänger Fritz Schramma abgeschlossen &nbsp;wurde, Regierungspräsident und  damit - wie die Landesregierung - verantwortlich für die  Kommunalaufsicht. Hätte er diesen Deal nicht verhindern können,  verhindern müssen? Wenn ja, warum hat er das Ihrer Ansicht/Kenntnis nach  ebenso wenig wie die Landesregierung versucht? &nbsp;</i> 
Prof. Feinen: Die Stadt Köln hat - auch gegen Verstoß der  Gemeindeordnung und zahlreicher Erlasse, wie Sie meinem Brief an  Ministerpräsident Dr. Rüttgers entnehmen können - seinerzeit den  gesetzwidrigen Mietvertrag dem für die Kommunalaufsicht zuständigen  Regierungspräsidenten, und das war ja 2003/2004 Herr Roters, überhaupt  nicht vorgelegt bzw. angezeigt. Man hat ja intern versucht, dies in der Stadt auch noch für  zutreffend zu unterlegen, obwohl alles Lug und Betrug in diesem  Zusammenhang war und den Beteiligten dies auch alles klar war. Insofern  kann ich dem früheren Regierungspräsidenten keinen Vorwurf machen, er  kannte den der Kommunalaufsicht entzogenen Deal gar nicht. Etwas anderes  gilt aber für seinen Nachfolger und Innenminister Dr. Wolff, die nach  Aufdeckung des Skandalgeschäftes, trotz meiner intensiv vorgetragenen  Beweise und Belege, keinen Gesetzesverstoß feststellen wollten, obwohl  doch nach den Ermittlungen der WDR-Journalisten die intern aufgebauten  „Vorlagehürden“ nur noch heiße Luft waren.   Und das Erschreckende: man hat die Lüge, dass die KölnMesse GmbH der  eigentliche Vertragspartner des Fonds sei - obwohl sie nur Untermieter  wurde - und die Stadt Köln der 30jährige Vertragspartner von Anfang an  war - und deswegen kein kommunalaufsichtsrechtlich vorzulegendes  Geschäft - auch noch unterstützt und in Brüssel und in Luxemburg  vorgetragen und verteidigt, weil man damit hoffte, dass die öffentliche  Ausschreibungspflicht zu Recht nicht durchgeführt wurde. Dies alles ist  ein unglaublicher Skandal, für den der Innenminister die Verantwortung  trägt. Er hätte sich die Papiere, die die Journalistenrecherchen an die  Öffentlichkeit gebracht haben, doch nur durchzulesen brauchen, um die  Ausschreibungspflicht zu erkennen. Das ist schon eine unglaubliche  Geschichte! Deswegen musste ich ja über die Europäische Kommission nach Brüssel gehen und diese - erfreulicherweise lernte ich auf einem Kongress  in Berlin den zuständigen Kommissar persönlich kennen - dazu bringen,  das Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof einzuleiten, nachdem über  Berlin die Stadt Köln und die NRW- Kommunalaufsicht immer wieder  zahlreiche Lügen zum Sachverhalt gegen meine Rechtsauffassung, die ja  schnell von Brüssel geteilt wurde, vorgetragen hatten. Und  Bundeswirtschaftminister Glos hat auf meine Vorhaltungen ja mitgeteilt,  dass er nur Bote sei und für den Inhalt der Briefe an die Kommission und  den EuGH die Stadt Köln und das Land NRW als Kommunalaufsicht allein  zuständig seien. &nbsp; 
<i>PK: Bereits im Januar 2008 hatten Sie sich in einem Brief an  Ministerpräsident Rüttgers darüber beschwert, dass das, was sich die  Bezirksregierung Köln und der Innenminister Wolf in diesem Fall  „geleistet“ haben, mehr als beschämend gewesen sei. Was meinten Sie  damit konkret? War man dort Ihrer Auffassung nach zu dumm, um zu  bemerken, dass da gegen EU-Recht verstoßen wurde? Oder haben beide  Aufsichtsbehörden möglicherweise deshalb nicht in „Colonia Corrupta“  eingegriffen, weil der Kölner Autor Werner Rügemer die Stadt in seinem  Buch mit Recht so nennt?</i> &nbsp; 
Prof.: Feinen: Hätte damals der Ministerpräsident über seinen  Innenminister und seinen Regierungspräsidenten endlich gehandelt und das  rechtswidrige Geschäft schon aufgrund der Möglichkeiten, die nach der  Gemeindeordnung die Kommunalaufsicht hat, aufgehoben, wäre ihm viel an  Kummer im Jahre 2010 erspart geblieben. 
Warum er überhaupt nicht auf meinen dringenden Brief, unterlegt mit  den eigenen Erlassen der Landesregierung, und auf meine Argumente  eingegangen ist, und weiter offenkundige Lügen auch gegenüber dem  Europäischen Gerichtshof hat vortragen lassen, ist mir völlig  unbegreiflich. Ich kann es nicht nachvollziehen. Aber meine Prophezeiung  im Brief vom 15.1.2008, dass, wenn er nicht endlich handele und der  Wahrheit die Ehre gebe, sein „politisches Aus“ zu befürchten sei, ist ja  am 9. Mai 2010 von den Bürgern unseres Bundeslandes deutlich bestätigt  worden. Ich kann nur den Kopf schütteln und in meinem 70. Lebensjahr - wie  auch schon immer - feststellen, dass es gut ist, dass bewusstes  Fehlverhalten und vorgetäuschte Dummheit, um offenkundige  Gesetzesbrecher zu schützen, regelmäßig bestraft werden. Ich bin halt  ein Anhänger von „Ehrlichkeit währt am längsten“. 
Übrigens dürfte dieses „Geschäft“ vom Volumen her, ich habe ja seit  langem den bei einem ordnungsmäßigem Handeln der Vertreter der Stadt  Köln und der Aufsichtsbehörden vermeidbar gewesenen Schaden mit 300  Millionen Euro eruiert, augenscheinlich bisher der größte Fall in  „Colonia Corrupta“ sein. Aber es besteht nun endlich die Hoffnung, einen großen Teil des  Schadens, der sich ja überwiegend durch die unglaublich hohen  zukünftigen Mieten realisiert hätte, doch noch zu verhindern. Dabei  wünsche ich den Gremien der Stadt Köln guten Erfolg, wobei der  amtierende Innenminister mit seinen Möglichkeiten, nun endlich das auch  kommunalrechtlich rechtswidrige Geschäft aufzuheben, dabei eine große  Unterstützung sein könnte.   
<i>Anmerkung der Redaktion vom 10.Juli: Nachdem dieses Interview  abgeschlossen schien, teilte der WDR in der LOKALZEIT KÖLN seinen  Zuschauern mit, dass der Esch-Oppenheim-Fonds die Kündigung des  Mietvertrages verhindern will. Per Email fragten wir Prof. Feinen, was  er dazu sage.</i>  &nbsp; 
Prof. Feinen: Es ist richtig, was der WDR über die vom  Esch-Oppenheim-Fonds beabsichtigten rechtlichen Mittel berichtet hat.  Man muss ja auch wissen, dass der Esch-Oppenheim-Fonds schon in den  bisherigen Verhandlungen mit der Stadt Köln den unglaublichen Vorschlag  unterbreitet hatte, bei dem rechtswidrigen Mietvertrag über die  Messehallen einer Mietsenkung zuzustimmen, wenn gleichzeitig in  entsprechender Höhe beim Mietvertrag der Köln-Messe über das  Kongreßzentrum an den Fonds ein voller Ausgleich gezahlt würde. Man will  also auf keinen Euro verzichten. Eine Unverfrorenheit! Hier hat die Stadt aber noch rechtzeitig gemerkt, dass sie damit das  EuGH-Urteil unterlaufen würde, weil dies ja einer unerlaubten Beihilfe  entsprechen würde, und sie hat mit Recht abgelehnt. Aber das zeigt, dass der Esch-Oppenheim-Fonds alle rechtlichen Register,  wie Klage gegen die von der Stadt beabsichtigte Nichtigkeitserklärung  und die ergänzende fristlose Kündigung ziehen wird. Der Fonds hat aber  kaum Chancen, wenn endlich der Innenminister unverzüglich die  kommunalaufsichtsrechtliche &quot;Keule&quot; der auch hier gegebenen rechtlichen  Unwirksamkeit der Klage schwingen würde.  
Das alles hätte längst &quot;vom Tisch&quot; sein können, wenn die Stadt vor 8  Monaten meinem ihr über die Presse am 30. Oktober 2009 gemachten  Vorschlag gefolgt wäre, nach dem von mir nach dem EuGH-Urteil als  rechtswidrig und damit nichtig eingeordneten &quot;Mietvertrag&quot; unverzüglich  den Wert des bebauten Grundstücks schätzen zu lassen und dann - bei gleichzeitiger Einstellung der Mietzahlungen - den Wertausgleich  anzubieten,. Dann hätte man heute auch bei einer Klage des Fonds längst  Klarheit. Kein deutsches Gericht kommt ja an dem EuGH-Urteil vorbei.  Dafür gibt es ja genug Beispiele beim Nachbargerichtshof EuGH für  Menschenrechte. Auch da hat sich gezeigt, dass &quot;das deutsche Recht&quot; dem  europäischen untergeordnet ist. 
Hinzu kommt, dass das europäische Ausschreibungsrecht für  öffentliche Auftraggeber im Jahre 2002 eins : eins in das deutsche  Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) übertragen wurde. Der  Kölner Fall ist da im Kommentar zu § 99 GWB als ein  ausschreibungspflichtiges Geschäft exakt beschrieben. 
Und dann ist ja da auch noch der korrupte Hintergrund zu  berücksichtigen, weil allen Beteiligten - vom Ex-Oberstadtdirktor  Ruschmeier als Geschäftsführer beim Esch-Oppenheim-Fonds bis zum  Ex-Stadtkämmerer Soénius - die unbedingte Ausschreibungspflicht bekannt  war und man trotzdem mit zahlreichen &quot;Tricks&quot; versuchte, Gründe gegen  die Ausschreibungspflicht herbei zu &quot;phantasieren&quot;. Auch deswegen wird  der Esch-Oppenheim-Fonds kaum Chancen haben. 
Die Stadt Köln sollte also hart bleiben, und den vorgesehenen Beschluss  über die Nichtigkeit des Vertrages mit der ergänzenden Hilfsversion der  fristlosen Kündigung durch den Stadtrat am 13. Juli auf jeden Fall  fassen.
Von Peter Kleinert
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			<category>AG Privatisierung</category>
			
			<author>info@ppp-irrweg.de</author>
			<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 15:18:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Film veröffentlicht: &quot;Flüssiges Berlin&quot;</title>
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			<description>Der neue Film der Kampagne PPP-Irrweg zeigt am Beispiel Berlin die Folgen sogenannter Öffentlich-Privater-Partnerschaften auf und fordert die Offenlegung der dazugehörigen Geheimverträge.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die rund 20minütige Reportage findet sich auf dem <link http://www.youtube.com/user/AttacD#grid/user/B10934AC334C9108 _blank external-link-new-window-arrow>Attac-Kanal unter Youtube</link>, aufgeteilt in zwei Videos.]]></content:encoded>
			<category>News</category>
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			<category>News der Bundesseite</category>
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			<category>Privatisierung</category>
			<category>Über Attac</category>
			
			<author>kay@attac.de</author>
			<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 14:22:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Oberste Richter zwingen Senat zu mehr Transparenz</title>
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			<description>Erfolg für die Grünen-Abgeordnete Heidi Kosche: Das Berliner Verfassungsgericht bestätigte ihr Recht auf volle Einsicht in die Verträge zur Privatisierung der Wasserbetriebe.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Senat muss alle Akten über die Teilprivatisierung der Berliner  Wasserbetriebe öffnen – und der Grünen-Abgeordneten Heidi Kosche  Einsicht gewähren. Das hat der Verfassungsgerichtshof des Landes am  Mittwoch entschieden. Dass die Senatsverwaltung für Finanzen der  Abgeordneten dies bisher verwehrt hat, sei „rechtswidrig“. Die  Begründung des Senats für die Ablehnung der Einsichtnahme sei  „fehlerhaft“: Die „zentrale Bedeutung der parlamentarischen Kontrolle“  dürfe den Interessen des Landes oder privater Firmen nur dann  nachstehen, wenn der Grund „vollständig, konkret, nachvollziehbar und  gewichtend“ dargelegt wird, erklärten die Richter. Dies habe der Senat  versäumt. Der Verfassungsgerichtshof bezog sich in seiner Entscheidung  auf das neue Informationsfreiheitsgesetz. Experten zufolge hat das  Gericht damit die Hürden für die Verwehrung von Akteneinsicht deutlich  erhöht. 
Von einer „schallenden Ohrfeige für den Senat“ sprach Klägerin  Kosche nach der Urteilsverkündung. Der Verfassungsgerichtshof  bescheinige dem Land „Schlamperei und Geheimniskrämerei“. Kosche will  sich nun flugs an die Durchsicht der 180 Aktenordner mit 90 000 Blatt  machen. Die Papierschlacht „macht mir keine Angst“ – dafür will sie  sogar auf ihren Sommerurlaub verzichten. Der Einsatz sei es wert: „Weil  der Senat das Wasser zur Ware gemacht hat, bezahlen wir zu viel fürs  Wasser“. Nach Angaben des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Unternehmen  ist Wasser in keiner deutschen Großstadt teurer als in Berlin.
Hintergrund  der Auseinandersetzung ist der Verkauf von 49,9 Prozent der Berliner  Wasserbetriebe im Jahr 1999 durch die damalige große Koalition an die  privaten Konzerne RWE und Veolia zum Preis von umgerechnet rund 1,6  Milliarden Euro. Seit dieser Teilprivatisierung stiegen die Wasserpreise  um 30 Prozent, obwohl viel Personal abgebaut wurde. Der Vertrag  garantiert den Investoren unabhängig von der Geschäftsentwicklung eine  Rendite auf das „betriebsnotwendige Kapital“. Dies erklärt Experten  zufolge die steigenden Preise – denn Wasser gibt es in Berlin mehr, als  gebraucht wird, und es ist leicht zu fördern.
Bundestagsmitglied  Hans-Christian Ströbele (Grüne), der neben der Klägerin saß, erhofft  sich von dem Urteil Schützenhilfe in seinem eigenen Kampf um  Transparenz: Die Bundesregierung verweigert ihm die Einsichtnahme in  Verträge zwischen dem bundeseigenen „Sonderfonds  Finanzmarktstabilisierung“ (Soffin) und den von ihm gestützten  notleidenden Banken: Dabei „möchte man als Steuerzahler wissen, unter  welchen Bedingungen die hunderte von Milliarden Euro ausgegeben werden“,  sagte Ströbele. <br />Der Sprecher der Finanzverwaltung Daniel Abbou  schob die Schlappe auf andere: „Der ehemalige Finanzsenator hat  verloren“. Thilo Sarrazin (SPD) hatte den Blick in die Verträge  abgelehnt. Der heutige Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD)  sagte, das Verfahren sei nur „pflichtgemäß zu Ende geführt worden“ und  nannte es „positiv, dass die Unsicherheiten über die Auskunftspflicht  geklärt sind“. Uwe Gotze von der CDU-Fraktion sagte: „Gewonnen hat das  Parlament und das in der Verfassung verbriefte Akteneinsichtsrecht der  Abgeordneten.“ Götze meint: „Der Senat wird nun auch viele andere  umstrittene Unterlagen zur Einsichtnahme durch Parlamentarier  bereithalten müssen.“ 
Sven Kohlmeier von der SPD-Fraktion sieht  durch das Urteil das neue Informationsfreiheitsgesetz bestätigt. Dieses  gewährleiste „vollständige Transparenz“. Die üblichen  „Geheimhaltungsklauseln“ in Verträgen zwischen privaten Firmen und dem  Land seien laut Urteil nur im abgesteckten rechtlichen Rahmens gültig.  Bisher sehen Abgeordnete Vertragsunterlagen in „Datenräumen“ ein, eine  öffentliche Diskussion ist kaum möglich. Das könnte sich nun ändern. 
<br />Von Ralf Schönball
<link http://www.tagesspiegel.de/berlin/landespolitik/oberste-richter-zwingen-senat-zu-mehr-transparenz/1883382.html;jsessionid=52DA240BACF205B73B6AF38D208BE7A6>http://www.tagesspiegel.de/berlin/landespolitik/oberste-richter-zwingen-senat-zu-mehr-transparenz/1883382.html;jsessionid=52DA240BACF205B73B6AF38D208BE7A6</link>
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			<author>info@ppp-irrweg.de</author>
			<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 18:05:00 +0200</pubDate>
			
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